Kurz gesagt: Geht es um die Frage, ob das Herz schlecht durchblutet ist, ist das Stressecho dem einfachen Belastungs-EKG klar überlegen. Es zeigt direkt, ob sich der Herzmuskel unter Belastung normal bewegt — und trifft die Durchblutungsstörung deutlich zuverlässiger. Die kardiologischen Fachgesellschaften empfehlen für diese Frage heute ausdrücklich ein bildgebendes Verfahren wie das Stressecho statt des Belastungs-EKGs. Das Belastungs-EKG hat weiter seinen Platz, beantwortet die Durchblutungsfrage aber nur eingeschränkt.
Was ist ein Belastungs-EKG?
Beim Belastungs-EKG (auch Ergometrie) treten Sie auf einem Fahrrad oder Laufband in die Pedale, während ein EKG Ihren Herzrhythmus aufzeichnet. Gemessen werden Veränderungen der Herzstromkurve, der Blutdruck und Ihre Beschwerden unter Belastung. Es ist schnell, ohne Strahlung und überall verfügbar.
Der Nachteil: Das Belastungs-EKG erkennt nur indirekte Hinweise auf eine Durchblutungsstörung. Es zeigt nicht, wo das Problem liegt, und ist bei manchen Menschen — etwa bei Frauen oder bei bestimmten Vorbefunden — weniger zuverlässig. Falsch positive und falsch negative Ergebnisse kommen vor.
Was ist ein Stressecho?
Beim Stressecho wird Ihr Herz per Ultraschall sichtbar gemacht — einmal in Ruhe und einmal unter Belastung. So lässt sich direkt beobachten, ob sich alle Bereiche des Herzmuskels noch kräftig bewegen oder ob ein Abschnitt unter Belastung „schwächelt". Genau das ist das frühe Zeichen einer Durchblutungsstörung.
Mit einem Kontrastmittel werden die Herzwände noch deutlicher abgegrenzt. Das erhöht die Aussagekraft spürbar, gerade wenn die Bilder sonst schwer zu beurteilen wären.
Warum ist das Stressecho genauer?
Das Belastungs-EKG erkennt eine Durchblutungsstörung nur indirekt — über Veränderungen der Herzstromkurve, die erst spät auftreten. Das Stressecho setzt früher an: Es macht sichtbar,